Wintercamp 2019 – Schnee bis zum Abwinken

Wintercamp 2019 – Schnee bis zum Abwinken

Ein Wintercamp ohne Schnee ist nichts Gescheites für Ranger. Darum haben sich 21 Ranger aus Würzburg und Kitzingen am Do 3.1.2019 auf dem Weg nach Sibratshofen ins Allgäu gemacht.

Geschneit hatte es tatsächlich und so wurde nach dem Mittagessen erst einmal die Gegend erkundet und bestaunt. Als dann der erste Schneeball flog, war kein Halten mehr und eine johlende Horde hatte ihren Spaß, bis die Finger vor Kälte schmerzten. Die nasse Kleidung ließ sich sehr schön am Ofen im Aufenthaltsraum trocknen. Nach dem Abendbrot hielt Manu die Andacht und ermutigte uns zu überlegen, wann wir in unserem Leben das Eingreifen oder Wunder Gottes erlebt haben. Shauna erzählte von Gottes Wirken in ihrem Leben.

Abenteuer 1 begann am Abend mit der Fackelwanderung bei heftigem Schneetreiben. Schnaufend stapften wir in die Dunkelheit der Nacht. Nur das leuchtende Kreuz auf einem Hügel war ein Navigationspunkt für uns. Der Weg war voll eingeschneit und nach ca 1,5 Stunden waren wir hundemüde zurück und genossen den Ausklang in der mollig warmen Stube.

Abenteuer 2 riss uns alle am Freitag um 6:00 Uhr aus dem Schlaf, damit wir noch in der Dunkelheit auf unsere Tages-Wanderung aufbrechen konnten. Frühstück und Mittagessen verteilt auf alle Rucksäcke und los ging es. Wie es sich gehört erst einmal den Berg hoch. Keine Spuren vor uns im Schnee, so bahnten die Kräftigsten den Weg. Komischerweise wollte der Berg nicht aufhören und es ging nur bergauf. Gegen 9:30 erreichten wir einen Wildtierfutterplatz. Ideal also für uns, hier das Frühstück (Porridge) auf unseren Spirituskochern zuzubereiten. Einzelne Schneefocken schmolzen auf der heißen Stärkung aus Haferflocken, Milch, Beeren und Nüssen. Beim Wandern zeigten einige Ranger Hilfsbereitschaft und trugen die Rucksäcke derer, die der Anstrengung kaum gewachsen waren.

Michael bemühte sich redlich den Aussichtsturm mit uns zu erreichen, aber irgendwie waren die Schilder verdreht, oder die Karte ungenau, sodass uns die Aussicht in die Weite verwehrt blieb. Aber es hatte auch was Gutes, denn nun ging es endlich bergab, zur Mittagspausenbank. Später, gegen 15:00 Uhr und 18 km Schneestapfen mit 900 Höhenmetern kehrten wir völlig erschöpft, aber glücklich in die Hütte ein. Plötzlich wurde es ganz ruhig, alle waren so platt, dass selbst die Energiebündel ihr Bett aufsuchten. Abends bastelten einige einen mobilen Kocher, Andere spielten Karten oder genossen die Gemeinschaft. Die Andacht mit einem beeindruckenden Lebensbericht von Michael rundete den Tag ab.

Abenteuer 3 kündigte sich am Abend mit einer Unwetterwarnung, Stufe 3 an. 50 – 80 cm Schnee soll kommen. Ich fragte die Verkäuferin Samstagmorgen beim Bäcker, ob ich als Franke mir Gedanken machen soll. Die Dame lächelte und meinte, dass die Räumfahrzeuge ab 4:00 Uhr fahren und alles im Griff haben. Bei der Fahrt zum Rodeln am Vormittag konnten wir das noch nicht so ganz sehen. Selbst die Autobahn war kaum geräumt. Aber mit 60 km/h sieht man mehr von der Landschaft, wenn das Schneetreiben nicht zu heftig ist.

Gerodelt wurde nicht so sehr lang, es schien, als seien viele noch etwas schlapp vom Vortag. Der heiße Punsch und ein stärkendes Mittagsmahl ließen den Eifer nicht aufflammen. Auf der Rückfahrt waren die Straßen immer noch nicht geräumt. Dafür hatten die Nachbarn ihre Schneefräsen im Einsatz, um die 20 cm Schnee zu räumen. Manuela berichtete am Abend wie Gott in ihrem Leben Einfluss genommen hat. Ermutigt durch die Berichte vertrauten wir auf Gott und legten uns trotz der anhaltenden Unwetterwarnung entspannt in die Betten.

Abenteuer 4 meldete sich ja schon Samstag an, der Schnee fiel unentwegt weiter. Dank netter Nachbarn hatten wir 4 Schneeschaufeln bekommen, um unsere Autos frei zu schaufeln. Nach 2 Stunden war es soweit, dass die Schneeräum-Ranger mit uns Gottesdienst feiern konnten. Einzelne ermutigende Berichte wie Gott wirkte, wurden erzählt. Dann ging es auf die Heimreise. Das Küchenteam hatte morgens noch Alle aufgefordert sich genug Reiseproviant einzupacken, falls die Fahrt länger dauert. Kaum auf der verschneiten Straße, meldet das Navi Stau mit 50 Minuten Reiseverlängerung. Dank unseres gütigen Gottes haben alle Ranger die 4 Abendteuer gemeistert und sind schneebeglückt gesund daheim angekommen.

Niels Bothe

 


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