Sommercamp in „Exodus – Gott ist größer“ in Stadtsteinach

Wenn man in diesem Jahr in die Campleitung blickte, so sah man einen Stamm sehr stark vertreten, nämlich Würzburg. Wir hatten das Privileg den Campwart, Co-Campwart, von uns liebevoll als Mini-Campwart bezeichnet, Mini-Campleiter, sowie zwei Scouts – stehen der Campleitung für kleinere Aufgaben zur Verfügung – stellen zu dürfen. Dadurch rückte der erste große Schwung an Leitern bereits am Mittwoch Abend an und begann mit regionalen Aufgaben, wie die Stammplätze abzuspannen. Ab Donnerstag Mittag arbeiteten wir mit weiteren eintreffenden Leitern an den großen Aufgaben wie Bühne, Wasserversorgung, Wasch- und Duschbereichen.
Das Thema des diesjährigen Camps war „Exodus – Gott ist größer“. In den Andachten und Theaterstücken erlebten wir hautnah Moses Geschichten und lernten, dass Gott größer als jeder Umstand ist. Die jeweils angesprochenen Themen wurden im Anschluss an den Camptreff in den Teamandachten noch vertieft.
Damit begannen wir bereits den Samstag Morgen und die Kinder rückten an. Nach einem anstrengenden Tag an dem die Teams mit ihren Leitern Zelte, Feuer-, Essenstische und Hackbereiche aufbaute, fand am Abend mit 12 Stämmen sowie einigen Mainzer Gästen die Camperöffnung statt.
Doch nicht nur in den morgendlichen Camptreffs reisten wir nach Ägypten, sondern auch im Campalltag. Statt Workshops, Prüfungstag und Campolympiade überraschte uns die Campleitung mit einem völlig neuen Konzept, das uns alle überzeugte. Dafür gab es eine eigene Campwährung, den Nil-Deben. Diese konnten sich die Kids erarbeiten, indem sie an einer der drei Akademien Prüfungen ablegten, es bei den sportlichen Challenges auf das Siegerpodest schafften oder Extra-Aufgaben wie Dixiputzen übernahmen. Bei verschiedensten Angeboten, kulinarischer, kreativer oder handwerklicher Art, konnten die Kids ihre erarbeiteten Nil-Deben am Marktplatz ausgeben und tolle Erinnerungsstücke herstellen. So waren die Teilnehmer hochmotiviert an ihren Abzeichen zu arbeiten, welche als besondere Motivation erstmals vor allen Campteilnehmern verliehen wurden, und der ein oder andere Geldbeutel prall gefüllt.

Am Mittwoch gab es als Abwechslung zum normalen Campalltag, mit den gleichzeitig stattfindenden Akademien, Marktplatz und Challenges, den alljährlichen Schwimmbadbesuch. Diese Abkühlung war aufgrund der durchgehend sehr heißen Temperaturen besonders angenehm und der ein oder andere Teamleiter froh, die Teamlinge endlich unter der Dusche zu sehen.
Doch nicht nur der Besuch im Schwimmbad war besonders, sondern auch das gemeinsame Ratslagerfeuer am Abend. Dieser startete mit einem sogenannten Schweigemarsch, in dem Kinder wie Leiter in einem Moment der Stille zur Ruhe und in Gemeinschaft mit Gott kommen konnten. Wieder am Campplatz angekommen, ging es über in das Ratslagerfeuer. Dabei lag der Fokus darauf Raum für Gebet und Austausch in den Teams zu schaffen, bevor der Abend in Gemeinschaft am Feuer mit Lobpreis endete.

Dieser besondere Abend spiegelte sich im Lobpreisabend am nächsten Tag wieder, bevor am Freitag noch ein letztes Mal die Energiereserven für den Abbau angezapft wurden. Nachdem dieser verletzungsfrei und weitestgehend reibungslos abgelaufen war, endete das Camp mit dem Campabschluss durch die Campleitung sowie der Aufnähervergabe in den Stämmen.
Als dann die Kinder müde und glücklich abgeholt worden waren, machten sich die Leiter auf den Weg in die Gemeinde, wo noch das Material auszuladen war. Nach Abreise aller Beteiligten sah man dem Campplatz seine vergangene Woche nur noch an gelbem und plattgetretenem Gras an, welches eineinhalb Wochen vorher noch kniehoch gewesen war.
ENDE
